Ironman 70.3 Rügen

Ein erneut sehr gelungenes Wochenende beim Ironman 70.3 Rügen. Ich konnte mit einem 6. Platz ein weiteres gutes Ergebnis einfahren und sehr zufrieden einige Tage Urlaub auf Rügen genießen. Jedoch wartet das letzte Highlight des Jahres für mich noch beim Ironman 70.3 Türkei.

Aber jetzt erstmal kurz ein paar Worte über das Rennen am vergangenen Sonntag.

Das Schwimmen

Zum Schwimmen lässt sich eigentlich kein richtiges Wort finden, außer sehr abenteuerlich. Die Wellen des Vortages waren zwar etwas kleiner geworden, aber dennoch dachte man eher ans Surfen als an Schwimmen. Nun ja, ich war erstmal sehr froh, dass das Schwimmen überhaupt stattfand und so ging es bei leichtem Regen und kühlen Temperaturen endlich los.

Die ersten ca. 500 Metern waren sehr chaotisch und hatten irgendwie nichts mit schnellem schwimmen zu tun. Es ging über und unter den Wellen her und schnell waren alle Athleten sehr weit auseinander gezogen, jeder hatte mehr mit den Wellen und Strömung zu kämpfen, als mit den Konkurrenten. Ich war sehr schnell auf mich alleine gestellt und bin den Großteil der Schwimmstrecke alleine geschwommen. Ich hatte keine Ahnung auf welcher Position ich lag und auf den letzten 400 Metern kam auf einmal von rechts eine relativ große Gruppe, mit der ich dann schließlich aus dem Wasser stieg und auf das Rad wechselte.

Schwimmaustieg

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 2 Minuten 40 Sekunden Rückstand auf den späteren souveränen Sieger Michael Raelert. Dahinter lagen dann vereinzelt Athleten auf den Plätzen 2-4. Dann war mein Schwimmen gar nicht so schlecht verlaufen und ich fand mich also in einer großen Gruppe mit Timo Bracht und Per Bittner wieder auf den Plätzen 5-13 wieder.

Das Rad fahren

Das Rad fahren war für mich persönlich noch ein bisschen besser als beim Wettkampf in Budapest. Ich hatte sofort sehr gute Beine und konnte mich an den vorderen Plätzen der Gruppe positionieren. Mir war schnell bewusst, dass das ein sehr taktisches Rad fahren werden wird, da wir doch eine sehr große Gruppe waren. Auf den ersten 45km wechselte ich mich mit Timo Bracht und Mauro Baertsch regelmäßig mit der Tempoarbeit ab. In der zweiten Radrunde blieb das gewohnte Bild und ich hoffte das vielleicht noch die ein oder andere Attacke gestartet wird. Im Verlauf sammelten wir noch 2 weitere Athleten ein und somit wurde die Gruppe immer größer.

Bei Kilometer 75 etwa folgte also die erwünschte Attacke von Per Bittner, ich konnte sofort reagieren und schnell war die Gruppe auseinandergerissen. Jetzt waren wir also noch zu 6. und auf den abschließenden Kilometern haben wir ca. 1 Minute 30 Sekunden herausfahren können. Ganz vorne drehte Michael Raelert allein seine Runden und auf dem zweiten Platz folgte Horst Reichel.

Radbild David Breuer

Das Laufen

In dieser sechsköpfigen Gruppe ging es auch in die Wechselzone und in die Laufschuhe. Ich erwischte nicht den besten Wechsel und ging als Letzter der Gruppe auf die Laufstrecke. Aber auch hier merkte ich sofort, dass die Beine gut waren und ich konnte ein hohes Anfangstempo laufen. Auf der ersten von zweieinhalb Laufrunden überholte ich sehr schnell die vor mir liegenden Athleten und fand mich plötzlich auf Platz 5. wieder. Der Abstand auf Platz 2. war mit 1 Minuten 2o Sekunden auch nicht wirklich größer geworden und auf Platz 4. waren es nur 30 Sekunden. Es lief nach wie vor richtig gut und ich konnte ein konstantes Tempo laufen. Ende der zweiten Runde blieb der Abstand auf Platz 4. ca. 30 Sekunden und auch mein Abstand auf Platz 6. waren 30 Sekunden, dahinter war dann eine große Lücke mit ca. 2 Minuten auf Platz 7.

Halbmarathon David Breuer

Es ging jetzt nur noch um Platz 5. und ein Platz auf dem Podest oder Platz 6. und leider wieder knapp vorbei. Bei Laufkilometer 18 schloss der Schweizer Mauro Baertsch zu mir auf und auf einmal hatte ich sehr zu kämpfen. Dann ging es leider sehr schnell, sehr schlecht. Wir liefen 1 Kilometer zusammen und dann forcierte er wenige Schritte und distanzierte mich um einige Meter. Ich konnte leider nicht folgen und so blieb mir im Ziel der 6. Platz.

Zieleinlauf David Breuer Ironman 70.3 Rügen

Anfangs noch etwas enttäuscht über den knapp verpassten Platz auf dem Podest, überwiegt jetzt doch die Zufriedenheit über das Ergebnis. Innerhalb von 3 Wochen zwei gute Rennen gemacht zu haben zeigt doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin und eine gewisse Konstanz zeigen kann.

Jetzt geht es nach einer kleinen Pause noch mal in den letzten Trainingsblock für diese Saison und ich hoffe beim Ironman 70.3 Türkei da weiter zu machen, wo ich in Rügen aufgehört habe!

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