Ironman 70.3 Turkey – Das Rennen

Der Saisonabschluss für mich beim Ironman 70.3 Turkey ist mit einem 9. Platz und einer weiteren Platzierung in den Top-Ten nach einer Nacht Schlaf doch zufriedenstellender als gestern direkt nach dem Rennen gedacht. Klar hätte ich nach zwei 6. Plätzen doch gerne die Top 5 ins Visier genommen, aber wenn man keinen optimalen Renntag erwischt und auf dem Rad keine guten Beine hat, wird es schwer bei internationalen Rennen vordere Platzierungen zu erreichen. Dann muss man auch realistisch genug sein und eingestehen, dass die Athleten vor mir an diesem Tag einfach besser waren.

Der Start beim Ironman 70.3 Turkey

Angefangen hatte der Wettkampf für mich sehr gut. Ich erwischte einen super Start und konnte mich auf den ersten 200 Metern ganze vorne positionieren. Die schwierigen Bedingungen vom Vortag waren deutlich zurückgegangen und an der ersten Wendeboje kam dann von rechts ein schneller Schwimmexpress mit Harry Wiltshire und Frederik van Lierde. Ich bin zwar einige Meter mitgeschwommen musste aber dann abreißen lassen und fand mich schnell in der Verfolgergruppe um Patrick Lange, Paul Schuster, Betrand Billard und einen weiteren Athleten wieder. Nach ca. 1200 Metern folgte ein kurzer Landgang. Auf den abschließenden 700 Metern änderte sich nicht mehr viel und so stiegen wir nach ca. 22 Minuten Schwimmzeit und mit ca. 1 Minute Rückstand auf die Spitzengruppe aus dem Wasser. Der Wechsel verlief reibungslos und so ging es auf die 90km Radstrecke.

Auf die Radstrecke, die vor und nach dem Wettkampf heiß diskutiert wurde. Klar hatte die Straße an einigen Stellen deutliches Verbesserungspotenzial, aber wenn ich mich an die Startlinie stelle, nehme ich die Gegebenheiten in Kauf. Im Endeffekt sind die Bedingungen für alle gleich.

Jetzt aber mit den wichtigen Dingen des Triathlonsports:

Der Wettkampf beim Ironman 70.3 Turkey

Auf dem Rad erwischte ich leider nicht den besten Tag und ich merkte schon früh, dass ich auf dem Rad nicht die besten Beine hatte. Ich konnte mich aus welchem Grund auch immer nicht wie gewohnt verpflegen, der Magen wollte einfach nichts. Bis etwa 35km konnte ich mich noch in der Gruppe halten, aber als es in die Berge ging, konnte ich nicht mehr folgen und musste die Gruppe fahren lassen. Das gleiche Schicksal teilten der Italiener Ivan Risti und der Bulgare Anton Blokhin. Als Trio fuhren wir ca 1:30 Minuten hinter der Spitzengruppe her. Nach dem Wendepunkt fühlte ich mich immer noch nicht besser und konnte nicht das gewohnte Tempo fahren. Bei Kilometer 75 wurden wir noch von einer relativ großen Gruppe eingeholt. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte ich mich schon auf den Halbmarathon. Vielleicht ging ja noch was im Laufen und ich konnte da vielleicht noch ein paar Plätze gut machen.

Ich dachte mir: „Schneller Wechsel und schnell anlaufen.“ Naja beides hat nicht wirklich funktioniert. 😉 Als letzter der doch großen Gruppe lief ich los und fühlte mich auch nicht besonders gut.

Jedoch nach den ersten Kilometern fand ich meine Laufbeine und konnte ein konstanten Tempo laufen. Auf den ersten von 2 Laufrunden konnte ich 3 Athleten überholen. In der letzen Runde wurde der Abstand zwischen Platz 6. und 10 sehr eng und mal überholte ich, mal wurde ich überholt.

Die letzten Kilometer wurden dann doch noch etwas zäh und mit der Laufzeit von 1:19h bin ich nach so einem Rad fahren dennoch zufriednen. Ins Ziel kam ich schließlich auf Platz 9. 

Fazit des Tages ist für mich: Gutes Schwimmen, eher schlechtes Rad fahren und das Laufen war dann auch noch ok!

Jetzt steht die Saisonpause an und dann wird 2016 wieder angegriffen!

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